A Quiet Kind of Thunder


Es heißt, Gegensätze ziehen sich an. Aber manchmal sind es nich die Gegensätze, sondern die Gemeinsamkeiten, die sich anziehen. Und genauso ist es in dem Buch A Quiet Kind of Thunder, denn beide Protagonisten haben Kommunikationsschwierigkeiten und lernen sich dadurch kennen. Ob mir das gefallen hat, könnt ihr hier lesen.

Originaltitel: A Quiet Kind of Thunder 
Deutscher Titel: noch nicht übersetzt
Autor/in: Sara Barnard
Verlag: Simon Pulse
Erscheinungsdatum: 12.01.17
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-1-5344-0242-3
Einband: Taschenbuch
Preis: $12.99 US
Inhalt:
Steffi war selektiv stumm für den Großteil ihres Lebens. Sie leidet unter Panikattacken und bringt in den meisten Situationen einfach kein Wort raus. Steffi war so lange leise, sodass sie sich komplett unsichtbar fühlt. Aber Rhys, der neue Junge an ihrer Schule, sieht sie. Er ist taub und da sie die Grundlagen der Gebärdensprache kennt, soll sie ihm helfen, an der Schule zurecht zu kommen. Rhys stört es nicht, dass Steffi kaum redet. Als die beiden einen Weg gefunden habe miteinander zu kommunizieren, entdeckt Steffi, dass sie eine Stimme hat und dass sie sich in die eine Person verliebt, bei der sie sich mutig genug fühlt, diese zu nutzen. Aber als sie anfängt, diese zu nutzen, wird Steffi mit Fragen konfrontiert, wer sie eigentlich ist  und was es eigentlich bedeutet, eine andere Person zu kennen (Quelle: Buchrücken, eigene Übersetzung). 

Cover:
Ich liebe das Buchcover von A Quiet Kind of Thunder (das ist auch meine Lieblingsausgabe von dem Buch). Mir gefällt, dass es so schlicht ist und der Titel im Vordergrund steht. Die Schriftart ist so wunderschön und auch die Farbgebung bildet einen schönen Kontrast zum blauen Hintergrund. Mein absolutes Highlight sind die beiden Hände, die zusammen ein Herz bilden. Sie sind sehr fein gezeichnet und wirken dadurch filigran und zart (was sehr gut zu der Geschichte passt).

Idee und Umsetzung:
Ich finde die Grundidee in dem Buch sehr schön, da sowohl Steffi als auch Rhys ein Problem mit Kommunikation haben. Mir gefällt es, dass die Beziehung zwischen den beiden wesentlich realistischer gestaltet ist als in anderen. Die anfängliche Nervosität und Schüchternheit in einer Beziehung wurden sehr gut ausgeführt und auch intimere Szenen waren realitätsnäher und authentischer beschrieben, da nicht alles auf Anhieb reibungslos geklappt hat. Auch Gespräche – egal, ob zwischen den beiden oder auch zwischen Steffi und ihren Eltern/ihrer besten Freundin – waren nicht immer tiefsinnig, sowie das auch im echten Leben ist. Und genau das macht das Buch für mich so besonders.

Schreibstil:
Die Autorin hat einen leichten Schreibstil, der sich sehr leicht lesen lässt. Sie schreibt mit viel Humor, sodass man einfach immer wieder herzhaft lachen muss während des Lesens. Das Englisch ist einfach zu verstehen und deswegen kann ich das Buch auch Leuten empfehlen, die nicht so oft englischsprachige Bücher lesen. 

Die wichtigsten Charaktere:
Steffanie (Steffi) Bronze: Steffi gehört seit dem Lesen auf alle Fälle zu meinen Lieblingscharakteren. Sie entwickelt sich während des Buches von einem unselbstständigen und extrem schüchternen Mädchen hin zu einer Frau, die eigenständig Entscheidungen trifft und in der Lage ist, in schwierigen Situationen über sich hinauszuwachsen. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, sie die 400 Seiten über zu begleiten.

Rhys Gold: Meine Sympathie gegenüber Rhys lässt sich am besten durch eine Sinuskurve ausdrücken. Zu Beginn nahm sie stetig zu, hatte bei etwas mehr als einem Drittel des Buches den Hochpunkt und fiel dann rapid ab bis zum absoluten Tiefpunkt ungefähr 100 Seiten vor dem Ende. Während diesen letzten Seiten stieg die Sympathie wieder langsam, so dass ich ihn am Ende nett fand (aber mehr auch nicht). Bei Rhys haben ständig zwei Gedanken miteinander konkurriert: "Wie süß ist das bitte!" vs "Wieso macht er das!". Und meine Sympathie richtete sich je nachdem, welcher überwog. 

September (Tem): Bei Tem bin ich ein bisschen hin und her gerissen. Auf der einen Seite finde ich die Freundschaft zwischen ihr und Steffi echt erstrebenswert, weil sie einfach über alles reden können und gut zusammen passen. Auf der anderen Seite ist Tem mir einfach nicht ganz so sympathisch. Ich kann leider nicht so genau sagen, woran das wirklich liegt, denn sie ist eigentlich ziemlich witzig und hilfsbereit. Und trotzdem konnte ich mich nicht hundertprozentig mit ihr anfreunden.  

Fazit:
Ein wirklich authentisches und herzerwärmendes Jugendbuch, das man unbedingt lesen sollte!

Wertung:
5/5⭐️


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